Mittwoch, 5. September 2018

MMM noch im Sommerkleid...

Auch wenn es die letzten Tage bei uns in  Südbayern schon sehr herbstelt möchte ich Euch heute einen Schnitt zeigen den ich die letzten Wochen rauf und runter trug daheim sowie auch im Urlaub.

Der Schnitt Marie von Pattydoo überzeugte mich bei Erscheinen noch gar nicht so. Er wirkte irgendwie so .... bieder vielleicht?

Aber  in der Pattydoo-Facebook-Gruppe gab es dann doch ein Kleid schöner wie das andere und ich war auch einfach gespannt auf die Nähweise der doch sehr ungewöhnlichen Abnäher.

Mitte Juli gab es dann dieses Testkleid aus ganz altem BW-Jersey der noch aus einem Sale im Schrank schlummerte. Den Ausschnitt vergrößerte ich etwas vorne und hinten um das Kleid sommerlicher wirken zu lassen. Ansonsten verlängerte ich nur um die paar cm um meine Mehrgröße zum Orginalschnitt anzupassen und das Kleid passte mir sehr gut.



Daraufhin wählte ich dann eine Art Streifenviskosejersey (halt vom Grabbeltisch beim Stoffmarkt) denn sonst wäre der Schnitt ja viel zu einfach gewesen. Schön Streifen auf Streifen stecken und vorallem auch vorheften und Nahtzugabe berücksichtigen damit es dann keine Versetzer gibt. Es gelang mir eher mittelprächtig, aber die Frage ist mal wieder fällts nur mir auf oder auch einem "Nählaien".



Die Größe wählte ich wie beim BW-Jersey aber der Viskosejersey übernahm mal wieder die Eigenschaft die ich nicht so gerne an ihm mag. Es zeichnet sich die Unterwäsche ab... Mit einem Unterkleid oder besser sitztendem BH ist dem aber gut Herr zu werden.

Für einen Sommertag im Büro mag ich es auch gerne mit meinem neuen blauen Kaufblazer.



Oft wurde auch in der Facebookgruppe der Sitz des Kleides von hinten kritisiert. Aber für mich ist das in Ordnung. Hüfte ist halt auch da....


Die beiden Kleider trug ich die letzten Wochen wirklich rauf und runter. Gerade die Streifenvariante ist ein wirklicher Allrounder zu jedem Anlass. Gefällt mir auch sehr gut mit Jeansjacke drüber. Leider hab ich davon kein Bild.



 Heute habe ich noch Urlaub und deshalb freu ich mich besonders auf den MMM weil ich richtig schön Zeit habe bei einer Tasse Kaffee meine Runde auf den Blogs zu machen und viel tolle, selbstgenähte Kleidung zu entdecken.



Mittwoch, 1. August 2018

Wieder Tennessee zum MMM

2018 wird wohl nicht mehr das Higlight-Jahr für meinen Blog, aber heute zum MMM schaff ich mal wieder was...

Diesen Sommer entstehen bei mir hauptsächlich Jerseyprojekte. Meine schönen Röcke und Etuikleider liegen immer noch in meinem Zuschnittkorb und schaffen es nicht auf den Nähtisch.



Vor kurzem bestellte ich mal wieder einen Stoff einfach wegen des Musters obwohl ich ihn eigentlich gar nicht brauchte. Aber die tollen Hisbiskusblätter musste ich haben.

Dann überlegte ich einige Tage hin und her welcher Schnitt für den Baumwolljersey mit dem großflächigen Muster gut geeignet war.

Zum Schluß schwankte ich zwischen Marie von Pattydoo und Tennessee aus der Ottobre 02/2014.

Da das Oberteil nicht durch Abnäher oder ähnliches geteilt wird entschied ich mich für den Ottobreschnitt.



Es ist ja bereits die dritte Version. Besonders mag ich die feine Ausschnittversäuberung mit ganz schmalen Bündchen.



Und der Stoff kommt doch so wirklich gut zur Geltung, oder?


Ansonsten passt mir der Schnitt optimal in 36 ohne irgendeine Änderung.

 Verlinkt zum MMM

Mittwoch, 4. Juli 2018

Sommerkleid aus Baumwolle

Als Ergänzung zu meinen bequemen Jerseykleider wünschte ich mir schon länger ein schönes Baumwollsommerkleid. Als ich dann diesen Palmenstoff bekam wußte ich der oder keiner:)

Allerdings waren es nur 1,50 m denn beim Bestellen war ich in der Zeile verrutscht und dachte es ist eine fliesende Viskose die ich für eine Tunika suchte.

Das Titelmodel aus der Burda 07/16 benötigt aber lt. Angabe fast 2 m. Das war natürlich dem Rockteil mit den vielen Falten geschuldet. Ich überlegte ewig rum. Entweder den Orginalrock nähen, aber locker 20 cm kürzer als im Schnitt oder einfach die Stoffbahn von 1,40 Breite halbieren und selber nur kleine Falten für ein schmales Rockteil heften.

Um unbedingt Knielänge zu bekommen entschied ich mich für die zweite Variante.



Aber schon beim ersten Bild fällt auf, dass es alles andere als Knielänge ist, das Kleid war mir nämlich zuerst viel zu lang und als ich es abschnitt rutschte ich irgendwie mit dem Rollschneider in das Rockteil. Arghhh... Am nächsten Abend atmete ich ruhig durch und sah, das ich noch eine einigermaßene Länge hinbekam.. aber so lang wäre auch das Orginalrockteil gewesen. Da hätt ich mir viel Arbeit sparen können.

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Fertig bin ich sowieso noch nicht... das wird offenbar wenn Ihr euch das Rückenteil im Detail anschaut.




Noch etwas zuviel Stoff, ich hoff es reicht einfach den Reißverschluß rauszunehmen und nochmal mit mehr Nahtzugabe neu einzunähen.


Das Oberteil mit den Wiener Nähten hat mir sowieso sehr schnell meine Grenzen im Schnitte anpassen aufgezeigt. Das Futterteil bot sich ja optimal für ein Probeoberteil an, das war mir aber in 36 zu eng so lies ich an den Nähten jeweils etwas raus und jetzt ist es mir zuweit. Gefühlt hat sich die Baumwolle auch noch etwas angepasst. Die Ausschnittkante vorne steht auch etwas ab.


Auf den Bildern sieht man davon aber wenig, das Kleid gehört wirklich zu denen die auf dem Foto besser sind als in der Realität.


Aber ich bin optimistisch das noch hinzubekommen, ich will einfach das es zum Lieblingsstück auch beim Tragegefühl wird.



Beim MMM freu ich mich schon auf die Sommerkleidung der anderen Näherinnen.

Dienstag, 3. Juli 2018

Finale zum Etuikleidsewalong

Etwas verspätet heute zum Etuikleidsewalong, aber irgendwie ging der Juni mal wieder schneller rum als gedacht.

Einige Schnitte standen auf meiner Liste doch als ich nochmal bei Wikipedia nachlas was wirklich die Eigenschaften eines Etuikleides sind, blieben davon wenig übrig.

Als dann einige Teilnehmerinnen das Etuikleid vom Berninablog halbfertig genäht zeigten, entschloß ich mich es auch versuchen, vorallem weil mein Stoff aufregend genug war und eher einen klassischen Schnitt brauchte.

 

Die stretchige Baumwolle mit Glencheck- und Floralmuster lies sich gut vernähen, aber der Schnitt kostete mich einige Nerven:)

Die Idee die angesetzten Ärmelchen mit einer Paspel einzunähen gefiel mir sehr gut, weil so auch der restliche Armausschnitt bis runter zur Achsel sauber verarbeitet wurde. Aber anschließend wurde es schwierig...



...hier ist das Restdilemma noch gut zu erkennen. Es fältelt etwas... Wahrscheinlich aber auch meiner Sanduhrfigur mit einer relativ schmallen Taille im Verhältnis zum gebährfreudigen Becken geschuldet. Bei so einem geraden Schnitt ohne Taillennaht ist das nicht optimal für mich.

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Im Rücken hatte ich richtig, richtig viel Stoff bei der ersten Anprobe dem ich durch zwei langen Abnähern versuchte Herr zu werden. Dafür konnte ich sogar auf einen Reißverschluß verzichten aufgrund der Dehnbarkeit des Stoffes.

Nach den ersten Anproben war ich so deprimiert von der Wirkung des Kleides das ich überlegte es gleich zu entsorgen. Jetzt bin ich doch froh es fertig gemacht zu haben, denn ich denke ich muss mich etwas daran gewöhnen und es jetzt mal für mich im Alltag testen. Und auf den Bildern gefällt es mir fast besser als live. Normalerweise ist das immer umgekehrt bei mir.



Morgen am MMM zeig ich genau die gegenteilige Schnittführung, dann könnt Ihr ja gut den Unterschied sehen.

Verlinkt zum Creadienstag, Nähfrosch, 

Donnerstag, 28. Juni 2018

Neues Maxikleid nach altem Schnitt

Schonlange hatte ich Lust auf ein neues Maxikleid. Ich griff auf einen Burdaschnitt zurück den ich das letzte Mal vor vier Jahren nähte. Nr. 109 aus der Burda 06/13.



Der Schnitt kommt ohne Taillennaht aus und deshalb war es schwierig was passendes im Stofflager zu finden. Am Stoffmarkt kaufe ich gerne Coupons und davon auch zwei Stück um drei Meter zu haben, doch durch die durchgehende Trägerlösung ist bei diesem Schnitt das Vorderteil über 1,70 m lang und passte nicht auf die Coupon.

Bei der weiteren Suche fand ich diesen toll gemusterten Viskosejersey der hier schon zwei Jahre auf Verwendung wartet. Aber er hatte eine Musterrichtung und so reichten meine 2,50 m eigentlich auch nicht. Nach zwei Abenden mit Kopf zerbrechen und mit viel Geschiebe und Gestecke schnitt ich kurzerhand das Rückenteil musterverkehrt zu. Ich glaube es fällt gar nicht so auf und ich sehe mich eh selten von hinten:)



Besonders an dem Schnitt mag ich das ich trotz sommerlichen Schnittes einen normalen BH-Träger darunter tragen kann ohne das er groß auffällt.


Ansonsten ist der Schnitt schnell genäht, die vordere Teilungsnaht fällt bei dem Muster stärker auf, aber so ist es eben...


Den Orginalschnitt kürzte ich übrigens im Nachhinein um über 10 cm und ich steig mir mit flachen Schuhen immer noch fast auf den Saum.


Es ist ein sehr bequemes Stück geworden, das alltagstauglich ist und trotzdem lieb ich das Prinzessinenfeeling Maxikleid mit dem langen Rock.

Verlinkt zu SewLaLa, Du für Dich am Donnerstag


Mittwoch, 20. Juni 2018

In Julika zum Motto-MMM

Wieviele Schnittmuster schlummern bei Euch auf der Festplatte?

Bei mir definitiv zuviele obwohl ich jetzt schon seit zwei, drei Jahren nur noch ganz selten Ebooks kaufe. Doch Julika von Prülla gefiel mir von Anfang an und als es eine Aktion gab schlug ich im letzten Jahr zu, vorallem weil man den Schnitt plotten lassen konnte und so fällt die von mir ungeliebte Kleberei weg.

Trotzdem lag der Bogen jetzt fast ein Jahr in meinem Abpausfach. Deshalb freute ich mich richtig als ich Anfang Juni vom Motto-MMM las. Endlich ein Anlass diesen Schnitt zu testen.

Zwei Jumpsuits mit langer Hose liegen bereits im Schrank, deshalb entschied ich mich für die kurze Variante.



An der Teilung konnte ich noch einen allerletzten Rest des schönen Blätterjerseys von Stoff und Stil einsetzten den ich bereits 2015 kaufte und schon ein paarmal vernähte.


Der anthrazitfarbene Stoff ist eine Art Viskosejersey, leider weiß ich nicht mehr woher, ich glaub das war ein Coupon aus einem Ü-Paket.



Der Jumpsuit wird im Rücken gebunden. Gerade mit dem flutschigen Viskosejersey war es gar nicht so einfach die Einfassung und die Bindebänder sauber hinzubekommen. Ich traute mich auch nicht recht mit der Cover drüber und nähte es mit der normalen Maschine.

Das Gebändele hinten ist mir auch fast zuviel. Beim nächsten Mal würde ich einen Knopf als Verschluß testen.



Besonders gut gefallen mir hingegen die Falten bei der Hose. Die Ösen  für die Bindekordel verstärke ich mit Snappap.



Geändert hab ich zum Orginalschnitt nichts, obwohl wenn ich die Bilder so sehe dem Oberteil sicher ein paar Zentimeter in der Länge gut getan hätten (gut... man könnte das ja auch noch ändern...)

Schön finde ich einfach am Jumpsuit das man sofort angezogen ist mit einem Teil.

Und jetzt bin ich gespannt auf die anderen Jumpsuits die es heute beim MMM zu sehen gibt!

Mittwoch, 6. Juni 2018

MMM im Juni oder... Chiffon ist ein A....

Zuerst einmal war ich am Überlegen hier zur neuen Datenschutzverordnung und zu den Veränderungen in der Bloggerwelt auch noch etwas zu schreiben, aber es gibt nun doch schon sehr viele und vorallem auch gute Beiträge dazu und deshalb nur kurz von mir was dazu.

Sehr froh bin ich das diese Plattform hier am MMM erhalten bleibt die uns die Möglichkeit bietet  weiter bei anderen nähbegeisterten Damen zu luschern und so auch mal neue Blogs zu entdecken und zu lesen. Instagram ist zwar nett, aber kein Ersatz fürs bloggen und Blog lesen...

Und dann würde ich mich unheimlich freuen wenn viele von Euch Ihre Scheu verlieren und ihre Blogs wieder öffentlich zugänglich machen.


Aber nun zum heutigen Kleid. Noch schnell vorm Pfingsturlaub zugeschnitten, dann natürlich nicht mehr geschafft zu nähen wie das eben so ist...

Dafür wäre es optimal für den Strand gewesen. Schnell überzuziehen und ohne Unterkleid mit transparentem Look. Hier auf den Bildern trage ich es mit einem alten Unterkleid das von einem Kaufchiffonkleid stammt. Es ist bestimmt fast 20 Jahre alt.


Der Schnitt Genovefa stammt aus der aktuellen LaMaisonVictor und als ich die Zeitschrift bekam wußte ich sofort das ich ihn nähen würde.

Allerdings fand sich gar kein so richtig sommerlicher Viskose im Stofflager und dann fiel mir der Chiffon von Stoff und Stil in Händen. In der Anfang meiner Nähzeit als ich von Webwarekleidungsstücken noch überhaupt keine Ahnung hatte bestellte ich im Sale einige Meter Chiffon.

Der erste flog damals schnell in den Müll als ich meine allererste Bluse! aus einem Chiffon versuchte zu nähen. Seitdem liegen die anderen. Und dann auch noch diese Transparenz...

Doch jetzt fiel mir das passende Unterkleid ein und ich wagte es nochmal nach über drei Jahren.


Zwischendrin befürchtete ich schon wieder ein Teil für die Tonne zu produzieren so quälte mich der Chiffon und genau hinsehen darf man auch nicht...

Dabei ist der Schnitt wirkliche einfach zu nähen. Bindeband passend stellte ich aus dem Chiffon her und die Armnähte sind recht interessant. 



Durch den Bindegürtel kann man schön die Weite raffen, beim nächsten Mal würde ich das Oberteil etwas verlängern damit das Bindeband tiefer sitzt.


Es ist ein richtig schönes, luftiges Sommerteil für jeden Tag und ich denke es wird bald eine Wiederholung geben.


Ganz zum Schluß noch ein Hüpfbild von mir, hab ich schon ewig nicht mehr probiert, wieso eigentlich nicht, macht doch soviel Spaß!


Und nun hier entlang zum MMM. Da gibt es hoffentlich noch viele andere Damen in selbstgenähten Outfits und in zwei Wochen freu ich mich schon auf den Jumpsuit-MMM.