Mittwoch, 7. November 2018

Man braucht auch mal einen Pullover...

... dachte ich mir schon im Frühjahr und so entstand aus der Burda 12/17 nach Schnitt 111 ein leichter Strickpullover.

Genäht ist er in 36 ohne Anpassungen. Die Volants setzte ich nur an den Raglannähten ein. Die Ärmel schnitt ich aus einem Stück zu. Da wollte ich kein "Gepuschel"


Entstanden ist ein schönes Basicteil für jeden Tag.





Irgendwie gibt es jetzt nicht mehr zu sagen:)

Ich freue mich schon sehr auf die MMM-Runde heute und bin besonders gespannt auf die Tragebilder von Ninas Mantel, denn der Schnitt liegt hier auch schon und ich warte nur noch auf meine Stoffbestellung.


Dienstag, 6. November 2018

Klimperklein in Vintage

Um mal hier am Blog etwas Staub wegzupusten mach ich mal wieder am Creadienstag mit.

Normalerweise nähe ich recht gern genau nach Schnittmuster und nehme kaum Änderungen vor, aber als mir meine Schwägerin ein Bild zeigte einer vintagemäßigen Babyhose im Internet zeigte wollte ich sie für unser Nichte gerne nachnähen in Gr. 80. Als Schnittmuster fand ich die Checkerhose von Klimperklein am Besten.



Die Taschen lies ich etwas runder laufen und nähte richtige Taschenbeutel an. Zur Zierde gabs zwei alte Knöpfe. 

Der vernähte Fischgrät stammt übrigens noch von meinem Berlinurlaub 2013 und meinem ersten und einzigen Besuch des Maybachufermarkts. Da nähte ich noch gar nicht lang. Irgendwie eine tolle Erinnerung.



Die fertige Hose gefiel mir dann so gut, das ich für meine Maus in 92 auch noch eine nähte. Als Unterschied teilte ich das Vorderteil und nähte eine Knopfleiste zur Zierde auf.




Verlinkt zum Creadienstag

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Streifen gehen immer

Wie Katharina heute schreibt ist heute das erste MMM-Treffen im Herbst. Trotzdem zeig ich Euch noch etwas sommerliches.

Den Stoff kaufte ich bereits 2017 am Stoffmarkt und mir schwebte damals schon ein ausgestellter Faltenrock vor um die Streifen richtig schön zur Geltung zu bekommen.

In der Fashion-Style 06/18 war dieser High-Waist-Rock mit Bindegürtel. Seit dem Frühjahr hab ich eine Kaufhose in dem Stil und fühle mich richtig wohl in ihr. Also wollte ich soetwas noch als Rock.


Die technische Zeichnung in der Anleitung befindet sich ganz unten und erst auf der nächsten Seite die Anleitung.


Jetzt werdet Ihr Euch fragen, ja und.... 

warscheinlich hätte ich die Zeichnung die ganze Zeit sehen müssen um mein Brett vor dem Kopf zu verlieren.

Auf die Taschen verzichtete ich bewußt, aber wieso wird der Rock zusammen genäht bevor die Falten genäht werden. Mit der Anleitung der Fashion Style hab ich noch ziemlich Probleme. Ich kann besser burdaisch:)

Und wo sollten die Falten enden? Also nähte ich alles zu und frei Schnauze. Jetzt hab ich zwar High Waist, aber keine aufspringende Falten. Das wurde mir aber wirklich erst bei der Anprobe und nochmaligem Vergleich mit dem Heft bewusst.


Es ist jetzt nicht so dramatisch, weil zu den Streifen wäre es mit einem passenden Gürtel eh schwierig geworden. Aber ich muss ihn obenrum nochmal etwas enger machen weil die Passform natürlich verändert ist.


Den Reißverschluß würde sich an der Seite auch besser machen, vorallem da ich ja auf die Taschen verzichtete.

Das Shirt ist übrigens eine Kimono-Tee aus blauem Viskosejersey.

Und jetzt freu ich mich schon auf meine Runde beim MeMadeMittwoch.

Mittwoch, 5. September 2018

MMM noch im Sommerkleid...

Auch wenn es die letzten Tage bei uns in  Südbayern schon sehr herbstelt möchte ich Euch heute einen Schnitt zeigen den ich die letzten Wochen rauf und runter trug daheim sowie auch im Urlaub.

Der Schnitt Marie von Pattydoo überzeugte mich bei Erscheinen noch gar nicht so. Er wirkte irgendwie so .... bieder vielleicht?

Aber  in der Pattydoo-Facebook-Gruppe gab es dann doch ein Kleid schöner wie das andere und ich war auch einfach gespannt auf die Nähweise der doch sehr ungewöhnlichen Abnäher.

Mitte Juli gab es dann dieses Testkleid aus ganz altem BW-Jersey der noch aus einem Sale im Schrank schlummerte. Den Ausschnitt vergrößerte ich etwas vorne und hinten um das Kleid sommerlicher wirken zu lassen. Ansonsten verlängerte ich nur um die paar cm um meine Mehrgröße zum Orginalschnitt anzupassen und das Kleid passte mir sehr gut.



Daraufhin wählte ich dann eine Art Streifenviskosejersey (halt vom Grabbeltisch beim Stoffmarkt) denn sonst wäre der Schnitt ja viel zu einfach gewesen. Schön Streifen auf Streifen stecken und vorallem auch vorheften und Nahtzugabe berücksichtigen damit es dann keine Versetzer gibt. Es gelang mir eher mittelprächtig, aber die Frage ist mal wieder fällts nur mir auf oder auch einem "Nählaien".



Die Größe wählte ich wie beim BW-Jersey aber der Viskosejersey übernahm mal wieder die Eigenschaft die ich nicht so gerne an ihm mag. Es zeichnet sich die Unterwäsche ab... Mit einem Unterkleid oder besser sitztendem BH ist dem aber gut Herr zu werden.

Für einen Sommertag im Büro mag ich es auch gerne mit meinem neuen blauen Kaufblazer.



Oft wurde auch in der Facebookgruppe der Sitz des Kleides von hinten kritisiert. Aber für mich ist das in Ordnung. Hüfte ist halt auch da....


Die beiden Kleider trug ich die letzten Wochen wirklich rauf und runter. Gerade die Streifenvariante ist ein wirklicher Allrounder zu jedem Anlass. Gefällt mir auch sehr gut mit Jeansjacke drüber. Leider hab ich davon kein Bild.



 Heute habe ich noch Urlaub und deshalb freu ich mich besonders auf den MMM weil ich richtig schön Zeit habe bei einer Tasse Kaffee meine Runde auf den Blogs zu machen und viel tolle, selbstgenähte Kleidung zu entdecken.



Mittwoch, 1. August 2018

Wieder Tennessee zum MMM

2018 wird wohl nicht mehr das Higlight-Jahr für meinen Blog, aber heute zum MMM schaff ich mal wieder was...

Diesen Sommer entstehen bei mir hauptsächlich Jerseyprojekte. Meine schönen Röcke und Etuikleider liegen immer noch in meinem Zuschnittkorb und schaffen es nicht auf den Nähtisch.



Vor kurzem bestellte ich mal wieder einen Stoff einfach wegen des Musters obwohl ich ihn eigentlich gar nicht brauchte. Aber die tollen Hisbiskusblätter musste ich haben.

Dann überlegte ich einige Tage hin und her welcher Schnitt für den Baumwolljersey mit dem großflächigen Muster gut geeignet war.

Zum Schluß schwankte ich zwischen Marie von Pattydoo und Tennessee aus der Ottobre 02/2014.

Da das Oberteil nicht durch Abnäher oder ähnliches geteilt wird entschied ich mich für den Ottobreschnitt.



Es ist ja bereits die dritte Version. Besonders mag ich die feine Ausschnittversäuberung mit ganz schmalen Bündchen.



Und der Stoff kommt doch so wirklich gut zur Geltung, oder?


Ansonsten passt mir der Schnitt optimal in 36 ohne irgendeine Änderung.

 Verlinkt zum MMM

Mittwoch, 4. Juli 2018

Sommerkleid aus Baumwolle

Als Ergänzung zu meinen bequemen Jerseykleider wünschte ich mir schon länger ein schönes Baumwollsommerkleid. Als ich dann diesen Palmenstoff bekam wußte ich der oder keiner:)

Allerdings waren es nur 1,50 m denn beim Bestellen war ich in der Zeile verrutscht und dachte es ist eine fliesende Viskose die ich für eine Tunika suchte.

Das Titelmodel aus der Burda 07/16 benötigt aber lt. Angabe fast 2 m. Das war natürlich dem Rockteil mit den vielen Falten geschuldet. Ich überlegte ewig rum. Entweder den Orginalrock nähen, aber locker 20 cm kürzer als im Schnitt oder einfach die Stoffbahn von 1,40 Breite halbieren und selber nur kleine Falten für ein schmales Rockteil heften.

Um unbedingt Knielänge zu bekommen entschied ich mich für die zweite Variante.



Aber schon beim ersten Bild fällt auf, dass es alles andere als Knielänge ist, das Kleid war mir nämlich zuerst viel zu lang und als ich es abschnitt rutschte ich irgendwie mit dem Rollschneider in das Rockteil. Arghhh... Am nächsten Abend atmete ich ruhig durch und sah, das ich noch eine einigermaßene Länge hinbekam.. aber so lang wäre auch das Orginalrockteil gewesen. Da hätt ich mir viel Arbeit sparen können.

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Fertig bin ich sowieso noch nicht... das wird offenbar wenn Ihr euch das Rückenteil im Detail anschaut.




Noch etwas zuviel Stoff, ich hoff es reicht einfach den Reißverschluß rauszunehmen und nochmal mit mehr Nahtzugabe neu einzunähen.


Das Oberteil mit den Wiener Nähten hat mir sowieso sehr schnell meine Grenzen im Schnitte anpassen aufgezeigt. Das Futterteil bot sich ja optimal für ein Probeoberteil an, das war mir aber in 36 zu eng so lies ich an den Nähten jeweils etwas raus und jetzt ist es mir zuweit. Gefühlt hat sich die Baumwolle auch noch etwas angepasst. Die Ausschnittkante vorne steht auch etwas ab.


Auf den Bildern sieht man davon aber wenig, das Kleid gehört wirklich zu denen die auf dem Foto besser sind als in der Realität.


Aber ich bin optimistisch das noch hinzubekommen, ich will einfach das es zum Lieblingsstück auch beim Tragegefühl wird.



Beim MMM freu ich mich schon auf die Sommerkleidung der anderen Näherinnen.

Dienstag, 3. Juli 2018

Finale zum Etuikleidsewalong

Etwas verspätet heute zum Etuikleidsewalong, aber irgendwie ging der Juni mal wieder schneller rum als gedacht.

Einige Schnitte standen auf meiner Liste doch als ich nochmal bei Wikipedia nachlas was wirklich die Eigenschaften eines Etuikleides sind, blieben davon wenig übrig.

Als dann einige Teilnehmerinnen das Etuikleid vom Berninablog halbfertig genäht zeigten, entschloß ich mich es auch versuchen, vorallem weil mein Stoff aufregend genug war und eher einen klassischen Schnitt brauchte.

 

Die stretchige Baumwolle mit Glencheck- und Floralmuster lies sich gut vernähen, aber der Schnitt kostete mich einige Nerven:)

Die Idee die angesetzten Ärmelchen mit einer Paspel einzunähen gefiel mir sehr gut, weil so auch der restliche Armausschnitt bis runter zur Achsel sauber verarbeitet wurde. Aber anschließend wurde es schwierig...



...hier ist das Restdilemma noch gut zu erkennen. Es fältelt etwas... Wahrscheinlich aber auch meiner Sanduhrfigur mit einer relativ schmallen Taille im Verhältnis zum gebährfreudigen Becken geschuldet. Bei so einem geraden Schnitt ohne Taillennaht ist das nicht optimal für mich.

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Im Rücken hatte ich richtig, richtig viel Stoff bei der ersten Anprobe dem ich durch zwei langen Abnähern versuchte Herr zu werden. Dafür konnte ich sogar auf einen Reißverschluß verzichten aufgrund der Dehnbarkeit des Stoffes.

Nach den ersten Anproben war ich so deprimiert von der Wirkung des Kleides das ich überlegte es gleich zu entsorgen. Jetzt bin ich doch froh es fertig gemacht zu haben, denn ich denke ich muss mich etwas daran gewöhnen und es jetzt mal für mich im Alltag testen. Und auf den Bildern gefällt es mir fast besser als live. Normalerweise ist das immer umgekehrt bei mir.



Morgen am MMM zeig ich genau die gegenteilige Schnittführung, dann könnt Ihr ja gut den Unterschied sehen.

Verlinkt zum Creadienstag, Nähfrosch,