Dienstag, 25. Oktober 2016

Baby Dinosaur aus der Ottobre 01/2013

Eigentlich wollte ich den Anzug Baby Dinosaur zum Herbstkinder-Sew-Along nähen, aber da lief mir die Zeit davon. Zumindest war aber schon alles an Material geliefert seit Anfang September. Deshalb konnte ich jetzt starten und zog das Projekt in einem Zug durch. Aber es dauerte trotzdem einige Nähabende.

Außen wählte ich als Material roten Sealandstoff von Aktivstoffe, innen lagerte hier vom letzten Winter Stretchfrottee von KnolTextil, der sehr gut passte.

Die übergroßen 18 mm Prym-Knöpfe die in der Ottobreanleitung verlangt wurden gabs über das große A.



Im Internet hatte ich gelesen, dass die Seelandstoffe teilweise beim Nähen schlecht transportiert werden, mit meiner Pfaff und ihrem IDT-System für den Transport ging es mit etwas Konzentration auch ohne zusätzliche Hilfsmittel recht gut. 

Die Kapuze nähte sich noch ganz gut, aber dann ging es zum Hauptteil über. Das ganze muss ja alles sauber genäht und verstürzt sein mit Futter. Ich versuchte wirklich Schritt für Schritt nach der Ottobreanleitung zu nähen, aber allerdings verstürtzte ich das Vorderteil nicht komplett und so musste wieder alles zurück auf Null. Also Hosenbeine und Ärmelnähte vom Futter und vom Oberteilstoff komplett auftrennen und dann alles nochmal neu!

Die Einfassung und die Applikation nähte ich aus einer Kontrastfarbe des Seelandstoffes.

Das Annähen des Futters an die Saumlinie funktionierte dann wieder ganz gut, aber dann kam der Alptraum...

... die Prymknöpfe können nicht mehr mit der Variozange befestigt werden, sondern nur mit Einhämmern. Und das achtmal in einen Stoff der keine Fehler verzeiht bzw. sechzehnmal mit Gegenseite. Dabei half mir mein lieber Mann, ich hätts glaub ich allein nicht gepackt.





Außerdem kosten 6 Stück fast 10 Euro und für diesen Schnitt braucht man natürlich 8! Ich hätte sogar noch Anorakdruckknöpfe da gehabt, die wirken ja auch sehr hochwertig und wären aber mit Zange viel schneller angebraucht werden. Aber da hätte man den Kopf etwas früher einschalten müssen.

Tja.. .vielleicht das nächste Mal, evtl möchte ich im Frühjahr noch eine ungefütterte Matschvariante aus Regenbekleidungsstoff machen, denn zum Anziehen ist der Einteiler wirklich toll durch die vordere Öffnung.

Der kleine Dinosaurier bzw. Dinosaurierin (ist das die richtige weibliche Bezeichnung?) kommt mit aufgesetzter Kapuze besonders gut zur Geltung und ich find sie wirklich zu süß darin.


Übers Wochenende wurde der Anzug bereits ausgiebig getestet und scheint bequem zu sein.





Montag, 24. Oktober 2016

Wintermanteljackensewalong Teil 3

Jetzt bin ich schon spät dran für den 3. Teil des Wintermantel-Sew-Alongs auf dem MMM-Blog und leider gibt es auch noch nicht soviel Sehenswertes zu zeigen.



Den Schnitt für den Peppernoot Hood Coat lies ich bei der Plotterei ausdrucken und an mich schicken. Diesen Service werde ich zukünftig öfters nutzen. Es ist wirklich zeitsparend, praktisch und sauber.




Leider lag dann der Schnitt jetzt recht lange herum und Ende letzter Woche begann ich erst mit dem Zuschnitt und dem Aufbügeln der Einlage G 405. Bei so einem Mantel ist so etwas nicht zu unterschätzen. Aber wem erzähl ich das hier...

Außerdem franst der Stoff stark und deshalb versäuberte ich alles zusätzlich mit der Overlock.




Mein Plan war eigentlich zumindest noch den Obermantel zusammenzunähen für diesen Post um auch was Vorzeigbares für hier zu haben, aber dabei vergaß ich die fix eingeplante Lederpaspel zu bestellen, dass fiel mir leider jetzt erst auf. Auf die möchte ich jetzt aber nicht mehr warten, deshalb poste ich jetzt und mit Nähen gehts erst in einigen Tagen weiter wenn die Paspel da ist.

Außerdem bin ich mir im Moment auch leider mit dem Stoff nicht mehr so sicher und wäre sehr gespannt gewesen wie er als Mantel wirkt und jetzt muss ich mich eben noch einige Tage gedulden, denn auf Zusammenheften und wieder zerlegen hab ich auch keine Lust.



Da die Schnittteile gerade am Oberkörper recht kleinteilig sind möchte ich diesmal das Thinsulate ganz normal mit der Maschine zusammen mit dem Oberstoff zusammennähen und die Nahtzugabe sauber zurückschneiden, damit diese nicht aufträgt. Bin schon gespannt wie es klappt.


Sonntag, 23. Oktober 2016

Auch Unterhosen müssen sein!

Schon letzten Herbst nähte ich nach dem Freebook Hugo Peters Retroshorts für den Sohn. Es hat sich für mich im Alltag bewährt, im letzten Jahr wurden fast nur diese Hosen getragen und meine Stoffrestekiste quillte auch schon wieder über. Deshalb sind die Stoffkombis vielleicht nicht perfekt und die Füchse stehen auf dem Kopf, aber für untendrunter finde ich das völlig ok.

Diesmal in Größe 110


Außerdem teste ich diesmal verschiedene Arbeitsweisen am Bund für mich.


Die oberste Hose nähte ich mit einem recycletem Hosengummi einer alten Unterhose meines Mannes. die zweite Hose vernähte ich mit einem Bündchen und eingezogenem Gummi wie im Ebook beschrieben. Die dritte Hose ist hübscher Sternengummi vom letztjährigen Stoffmarkt. Die unterste Hose aus 2 cm breitem, buntem Gummiband. So werde ich es bei dem Schnitt aber nicht mehr machen. Es wirkt einfach zu schmal. Das gefällt mir nicht.



Aber die breiten Hosengummis finde ich sehr schick. Allerdings frage ich mich wie die optimal verarbeitet werden. Hier fotografierte ich Euch meine Verarbeitungsweise ab. Gummiband mit ZickZack versäubert, rechts auf rechts zusammengenäht, dann die NZ flach abgesteppt und den Gummi als Ring geschlossen an die Unterhose genäht.

Wie macht Ihr das?

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Dienstag, 18. Oktober 2016

Klimperkleinwendejacke

Heute zeige ich nochmal aus dem ersten Buch von Pauline Dohmen alias Klimperklein meinen Lieblingsschnitt: Die Wendejacke!


Das müsste inzwischen mein 4. Exemplar sein, hier genäht aus rotem Sommersweat von Knol und den wunderschönen Grazielaäpfeln. Damit nichts hochrutscht, verlängere ich die Jacke immer um zwei bis drei Zentimeter. Ansonsten hat der Raglanschnitt wie immer bei Klimperklein eine tolle Passform.


Dazu passend eine Wendemütze aus demselben Buch mit selbstgebasteltem Sonnenschirm. Den wollte ich unbedingt fürs Tragen haben, damit die Sonne nicht immer ins Gesicht scheint.



Die Jacke ist einfach so süß getragen, besonders von hinten mit der schönen Kapuze. 

Das wird bestimmt nicht die letzte Version sein, die ich nähe!

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Dienstag, 11. Oktober 2016

Klimperklein old meets new

Heute gibts von mir eine schöne Kombi, einmal die gute alte Strampelhose von Klimperklein, die ich bereits 2012 das erste Mal nähte und seitdem ungezählte  und dazu das Unterziehshirt aus dem neuen Buch von Pauline babyleicht.


Der erste Schnitt den ich aus dem neuen Buch testete und wie beschrieben körpernah geschnitten ist.


Die Katzen gefallen mir so gut zu dem marineblauen Cord mit den aufgedruckten Herzen.


Es gibt auch ein schönes Tragebild dazu mit ganz alltäglichen Babygebrauchsspuren.


Das neue Klimperkleinbuch kann ich nur empfehlen, ihr werdet noch einiges daraus in nächster Zeit hier bei mir sehen.


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Sonntag, 9. Oktober 2016

Winterjacken-Sew-Along Teil 2

Natürlich... wie könnte es anders sein. Ich habe natürlich keinen Stoff aus meinem Lager genommen wie ich es in Teil 1 geplant hatte, sondern neuen Stoff geordert für mein Wintermantelprojekt. Da war mal wieder so ein Angebot bei stoffe.de...



Beim Futter bin ich mir noch nicht ganz sicher. Von meinem ersten Stoffmarktbesuch von vor drei Jahren liegt hier noch ein dunkles HugoBoss-Futter. Aber irgendwie auch fad so ein dunkles Muster... aber zu dem orangen Stoff ist es gar nicht so leicht ein Futter zu kombinieren.

Zur Wärmeisolierung möchte ich wieder mit Thinsulate von Funfabric füttern. Bereits vor zwei Jahren nähte ich meinen ersten Wintermantel damit. Das muss ich aber noch bestellen. Allerdings steh ich wieder vor der Frage wie ich das füttern mit dem Thinsulate angehe. Vor zwei Jahren nähte ich alles per Hand und Hexenstich an den Außenstoff. Diesmal bin ich doch am Überlegen das mit den Nähten mitzunehmen da das Thinsulate P 80 nicht so dick ist und die Nahtzugabe ganz sauber zurückzuschneiden oder soll ich es mit dem Futterstoff verbinden um selber eine Art Steppfutter herzustellen. Jetzt las ich aber irgendwo was von dann entstehenden Kältebrücken? Was sind da Eure Erfahrungen?

Reißverschluss usw orderte ich bei Stoff und Stil und müsste im Laufe der Woche ankommen.

Als Schnitt entschied ich mich endgültig für den Peppernoot Hood von Wafflepattern. SM ist bereits gekauft und heruntergeladen. Erstmal brauchte ich etwas bis ich kapierte dass es für das Futter einen extra Schnittbogen gibt. Tolle Sache, aber wirklich viel zu kleben und so bestellte ich Freitag Abend das erste Mal bei der plotterei nachdem ich mir aufrechnete wielange ich für die Kleberei brauchen würde und das wäre die Zeit doch viel besser in Nähen investiert.



Die Anleitung ist toll bebildert, aber zeigt mir leider trotzdem auf wie mies mein Nähenglisch ist.

Mit welcher Einlage soll eigentlich der Mantel verstärkt werden bzw. was für Erfahrungen gibt es hier? Mein Wollmischstoff ist relativ schwer. Karin stellt ja diese Frage heute auch im Eingangspost des heutigen Termins und ich gehöre zu der Fraktion die gerne mit Einlage arbeitet. Das ergibt entweder einfachere Verarbeitung oder wertigere Optik.

Ansonsten bin ich am Überlegen ob ich wirklich die Kapuze brauche, denn eigentlich trage ich sehr gerne Mützen. Oder soll ich einen Kragen mit abknöpfbarer Kapuze basteln?

Hmmm, Fragen über Fragen wie immer bei mir wenn ich solche größeren Projekte angeh. Ich freue mich sehr auf Eure Kommentare und Anregungen!

Ich bin schon gespannt ob sich auch wer der anderen Mitnäherinnen beim Winterjacken-Sew-Along für den Peppernoot entschieden hat und was Euch für Fragen antreiben. Hier könnt ihr es am
MMM-Blog nachlesen.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Herbst-Kind-Sew-Along Finale

Auch bei diesem Sew-Along schaff ich es noch ganz knapp zum Finale. Irgendwie waren es dann doch einige Termine....

Die Sternenjacke nach dem Wendejackenschnitt von Klimperklein zeigte ich ja schon beim Zwischenstand ohne Knöpfe. Jetzt entschied ich mich doch für ganz einfache Drücker. Ich wollte nichts neues kaufen und die passenden Knöpfe die ich hier hatte waren relativ klein, da war ich mir nicht sicher ob das dann praxistauglich ist beim Verschließen oder zum Durchrutschen neigt bei dem dicken Material.

Genäht habe ich aufgrund des Materials Größe 80, normalerweise trägt sie bei Klimperkleinschnitten 74. Die kleine Madame versucht soweit möglich die Jacke und die neue Hose im stehen zu präsentieren:)


Für den Spielplatz gab es zur Ergänzung aus einem Softshellrest noch eine schnelle Babyhose nach Klimperklein zum Drüberziehen in 74. Leider hab ich verpennt etwas mehr an den Seiten zuzugeben, deshalb sitzt es am Po etwas spack... aber gut, für die nächsten Wochen wird es gehen.

Den Ottobreanzug für die Kleine mag ich unbedingt noch nähen, Material liegt ja bereit und gerade die großen Druckknöpfe sind auch zu schade zum Rumliegen.

Mein Highlight ist allerdings die Softshelljacke Warm Inside aus der Ottobre für den Großen.


Zwar nähte ich schon einige Jacke und Mäntel aber es waren Details dabei die ich noch nie gemacht hatte:
  • Windschutzleiste einnähen
  • Reißverschluss kürzen (vielen Dank an meinen Mann, dass hat er komplett übernommen)
  • Paspeltaschen mit Reißverschluß
  • versteckte Ärmelbündchen 
Alles Details die man auch gut bei anderen Projekten gebrauchen kann, deshalb freut es mich, dass ich mich der Herausforderung gestellt hab.



Die Verarbeitungsweise ist in der Ottobre immer sehr sauber, der Kapuzenbeleg ist zum Beispiel komplett eingefasst, nur am Innenkragen wird das leider nicht gemacht oder ich hab vielleicht das ottobreisch falsch verstanden.


Die Anprobe erfolgte am Samstag bei über Grad, deshalb die schöne Herbstkombi mit kurzer Hose:)


Den Schnitt verlängerte ich nach Nachlesen übrigens um 2 cm in der Größe 110. Mein Sohn dürfte derzeit so ca. 105/106 cm groß sein.

In der Zeitschrift sitzt die Jacke recht kastig, aber bei meinem Sohn finde ich das nicht, außerdem trägt er auf den Bild nur ein dünnes Shirt drunter. Im Herbst soll auch ein Pulli mitdrunter passen.

Vielen Dank für die Ausrichtung des Herbstkind-Sew-Alongs an Bea.Gerade die Ottobrejacke wäre ohne den Sew-Along sicher nicht entstanden.